Das Damaskus-Zimmer

im Museum für Völkerkunde Dresden - Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen

Rekonstruktion


Mit dem Auspacken und Auslegen der einzelnen Bretter und Paneele des Zimmers wurde schnell deutlich, dass man es hier mit einer Art überdimensionalen Puzzle zu tun hatte, da Bauzeichnungen oder entsprechende Beschreibungen nicht zu aufzufinden waren und wohl während der langen Lagerzeiten verloren gingen.

Um die Einzelteile des Zimmers wieder zusammenzufügen, musste eine Methode gefunden werden, die Zusammengehörigkeit der Teile zu klären, allerdings ohne sie zu bewegen. Die Bemalung und zum Teil auch das Holz der Bretter hätte ein "Probieren" nicht überstanden.

Zwei angehende Architektinnen nahmen sich des großformatigen Puzzles an und schlugen den Bau eines maßstabsgerechten Modells vor. So entstand eine genaue Dokumentation jedes einzelnen Teils: alle Paneele wurden vermessen, im Maßstab 1:10 gezeichnet und mit ihren Besonderheiten, wie z.B. die Form des Ornamentes, die Nagelungsspuren und Verbindungsstellen, genau festgehalten. Eine während dieser Arbeiten entdeckte Nummerierung mit arabischen Zahlen, die vermutlich beim Abbau des Zimmers für den Transport nach Deutschland angebracht wurde, erleichterte die Rekonstruktion erheblich. Die Paneele konnte so zuerst den einzelnen Wänden bzw. der Decke zugeordnet werden und dann über den akribischen Vergleich der Nagelspuren ihre exakte Lage innerhalb der Wand- bzw. Deckenfläche festgestellt werden.

Der Bauplan für das Damaskus-Zimmer war entstanden.

Modell Damaskuszimmer

Modell des Damaskus-Zimmers
Maßstab 1:20